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Kürbis-Bowl

  • 60 Minuten
  • einfach
  • 2

Eigentlich bin ich zu Hause von Kürbis-Gegnern umzingelt. Wobei, so pauschal kann man das auch wieder nicht sagen. Es ist halt so, dass cremige Kürbissuppe bei uns Hausverbot hat. Da mein Foodie-Herz generell Mitleid mit abgelehntem Gemüse hat, versuche ich allen „Beteiligten“ gerecht zu werden. Dabei bin ich ausgesprochen raffiniert vorgegangen: zuerst habe ich sie mit unterschiedlichen Backwaren mit Kürbis-Beteiligung sozusagen becirct. Da das gut funktioniert hat, kommt jetzt Phase II. Da Bowls jeglicher Art bei allen hoch im Kurs stehen, habe ich eine Kürbis-Bowl bereitet, die ganz viele „mögen wir“-Zutaten enthält. Bulgur, Sesamgurken und Beluga-Linsen dienen als „Podest“ für würzig gebackene Kürbis-Spalten. Cashews und Granatapfel sorgen für crunch und die gepickelten Zwiebeln für etwas Säure. Das cremige Tahini-Dressing nimmt den Sesam von den marinierten Gurken wieder auf - schließt also den Aromen-Kreis. Da es weder „Murren“ noch Kürbis-Diffamierungen gab, denke ich bereits über Phase III nach, ich werde berichten.

DAS BRAUCHT MAN (für 4 Personen):
1 mittlerer Hokkaido-Kürbis, bio
150 gBulgur
70 gBeluga-Linsen
1/2 Salatgurke, bio
2 Bio-Limetten, Saft und Abrieb
1 BundRadieschen
1-2 rote Zwiebeln
oder
gepickelte Zwiebeln aus dem Vorrat
1 Granatapfel
100 gNaturjoghurt
3 ELTahini, gesalzen
3 ELSesamöl, bio
2 ELOlivenöl, nativ
1-2 ELSojasauce
1/2 TLPaprika, edelsüß
1/2 TLCumin, gemahlen
2 TLAhornsirup
1 ELZathar
1 ELschwarzer Sesam
1 ELSesamsaat, hell
2-3 ELCashews, geröstet und gesalzen
Sriracha-Sauce nach Belieben
Salz
Pfeffer
SO WIRD'S GEMACHT:

Den Kürbis waschen, halbieren, entkernen und in Spalten teilen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und den Kürbis darauf verteilen. Mit Olivenöl beträufeln, mit Zathar und etwas Salz bestreuen und in den kalten Backofen geben - vorheizen ist hier nicht erforderlich. Den Kürbis bei 170°C Ober-/Unterhitze für ca. 20 Minuten backen.

Die Linsen ebenfalls nach Packungsanweisung bissfest garen, in ein Sieb abgießen und kalt abschrecken.

Bulgur gründlich abbrausen und nach Packungsanweisung bissfest garen. Dann in eine größere Schüssel füllen, mit zwei Gabeln auflockern und abkühlen lassen.

Die Gurke der Länge nach halbieren, entkernen und quer in Scheiben schneiden.

Sojasauce, Saft einer Limette, 1 TL Ahornsirup, je 1 TL Sesam und 1 EL Sesamöl vermischen, mit der Gurke vermengen und etwas marinieren lassen.

Radieschen waschen, putzen und in Spalten schneiden.

Granatapfel entkernen - geht gut in einer größeren Schüssel mit Wasser, dann spritzt es nicht. Gegen verfärbte Finger helfen Küchenhandschuhe.

Für das Tahini-Dressing Limettenabrieb und -saft mit dem Joghurt, Tahini, 1-2 EL Sesamöl, Paprika, Cumin, Salz und Pfeffer kräftig verrühren und ggfs. noch 1-2 EL Wasser einarbeiten.

Wer keine gepickelten Zwiebeln „auf Lager“ hat, kann die roten Zwiebeln mit etwas Essig marinieren. Die Zwiebeln pellen und in dünne Scheiben hobeln. 2 EL Essig, 1 TL Ahornsirup und 1/2 TL Salz vermischen und mit den Zwiebeln vermengen; kurz ziehen lassen.

Bulgur, Linsen und Gurken in 4 Bowls anrichten, dann 2-3 Kürbisspalten „prominent“ darauf stapeln. Gepickelte Zwiebeln und leicht zerstoßene Cashews mittig auf die Kürbisspalten setzen und die Bowl großzügig mit dem Tahini-Dressing beträufeln. Mit Granatapfelkernen und dem restlichen Sesam bestreuen. Restliches Dressing und die Sriracha-Sauce separat dazu reichen.

Gut zu wissen:

Etwa nach ca. 15 Minuten bei dem Kürbis eine kleine Garprobe machen und die Backzeit ggfs. anpassen. Restwärme nutzen spart Energie, also den Ofen dann ruhig 2-3 Minuten eher abschalten.

GEHT AUCH MIT:

Bulgur und Linsen lassen sich bestens am Vortag zubereiten. Mit einer Saucenflasche lässt sich das Tahini-Dressing perfekt auf der Bowl verteilen.